Flohmärkte und Genbrug
Flohmärkte sind fester Bestandteil des dänischen Sommers. Von Mai bis September verwandeln sich Dorfplätze, Hafenkanten oder Parkplätze in lebhafte Treffpunkte, an denen Kleidung, Bücher, Spielzeug, Geschirr und Möbel angeboten werden. Besonders beliebt sind Kofferraumflohmärkte, bei denen Privatpersonen direkt aus dem Auto verkaufen. Termine und Standorte lassen sich über markedskalenderen.dk


Genbrug
Second-Hand-Läden, dänisch Genbrug, sind in allen größeren Städten zu finden. Sie werden häufig von Organisationen wie Blå Kors oder Røde Kors betrieben und bieten ein buntes Sortiment von Kleidung über Haushaltswaren bis hin zu Möbeln. In Loppesupermärkten mieten Privatpersonen Regale für mehrere Wochen und bestücken sie mit eigenen Waren – so entsteht ein stetig wechselndes Angebot, das dem Charakter eines Flohmarkts sehr nahekommt. Die Öffnungszeiten variieren, da viele Geschäfte ehrenamtlich geführt werden.
Antikhändler
In nahezu jeder Region finden sich Antikhändler mit sorgfältig ausgewählten Möbeln, Porzellan, Glas, Silber und Sammlerstücken. Das Angebot richtet sich an Liebhaber hochwertiger Einzelstücke. Die Preise liegen deutlich über Flohmarktniveau, dafür wird Wert auf Qualität und Authentizität gelegt.
Vejboder – Straßenstände
Entlang vieler Landstraßen stehen kleine Verkaufsstände, die je nach Saison frisches Obst, Gemüse und Blumen, aber auch Selbstgebasteltes oder Flohmarktartikel anbieten. Die Stände sind in der Regel unbeaufsichtigt. Gezahlt wird bar in eine kleine Kasse oder per MobilePay. Das Angebot variiert stark nach Region und Jahreszeit und macht den Einkauf besonders abwechslungsreich.


Fisch direkt vom Kutter
An zahlreichen Küstenorten wird frischer Fisch direkt im Hafen angeboten. Fischer verkaufen ihren Fang unmittelbar vom Boot oder aus kleinen Hafenkiosken heraus. Besonders in den Morgenstunden ist die Auswahl groß und reicht von Schollen und Heringen bis zu Krabben. Die Preise sind oft günstiger als im Handel, zudem erhält man die Ware besonders frisch.
Fischauktion
In einigen Orten an der Nordsee kann an einer tradtionellen Fischauktion teilgenommen werden.
Hanstholm: als Zuschauer werktags ab 06:45 h in der Auktionsgade 11
Hirtshals: weitere Infos unter fiskeauktion
Hvide Sande: jeden Sonntag im Juli und August sowie am 2. Sonntag im Oktober ab 11 Uhr
Bioläden und Bio-Lokale
Dänemark verzeichnet eine steigende Anzahl an Bioläden und ökologischen Anbauflächen. Die sogenannten "Gårdbuttiker" (zu Deutsch "Hofläden") sind inzwischen im ganzen Land so beliebt geworden, dass es diese speziellen Geschäfte in einer wahren Hülle und Fülle gibt. Auf der Seite von ditlandkoeb.dk gibt es eine praktische Karte, auf der diese Läden eingetragen wurden, damit sie schnell gefunden werden - die grünen Pins verweisen auf die teilweise ökologischen / komplett ökologischen Hofläden, die blauen Pins zeigen die konventiollen Hofläden auf, die natürlich dennoch auf frische Nahrungsmittel aus biologischem Anbau achten. Für Berufstätige gibt es außerdem mehrere Lieferserviceanbieter, die eine umfassende Auswahl an Biokisten direkt an die Haustür liefern.
Reine Bio-Supermärkte gibt es in Dänemark zwar nicht, aber es gibt dafür tolle "Ökologische Online-Supermärkte" wie zum Beispiel Økologisk Supermarked, Økovejen und LØS Market, die mit einer riesigen Auswahl an ökologischen Produkten punkten und diese ganz bequem per Lieferservice oder Paketdienste an die Kunden versenden.
Wer nicht nur im eigenen Heim ökologisch speisen möchte, für den gibt es inzwischen überall in ganz Dänemark regelrechte Bio-Lokale (allein in Aarhus gibt es an die 20 solcher Speisestätten!), die auf einen korrekten Anbau der Produkte achten und ihren Gästen somit herrlich frisches Essen auf den Tellern präsentieren können.
Straßenstände
An den Landstraßen und in Dörfern werden passend zur Jahreszeit selbstgezogene Früchte, Gemüse, Marmeladen, Blumen und auch manchmal Selbstgebasteltes verkauft. Die Stände sind oftmals liebevoll bestückt und auch wenn man nichts kaufen möchte, lohnt es sich, einmal stehenzubleiben.
Eine Übersicht über viele Stände sowie die dort erhältlichen Waren erhält man auf einer Seite über Hofläden in Dänemark. Die Seite ist auf dänisch. Im Suchfeld kann ein Ortsname oder eine Postleitzahl eingegeben werden.
Auf einem Zettel neben der Ware steht der Preis und entweder legt man das Geld in eine Kasse oder es gibt eine kleine Schatulle, in die das Geld gelegt werden soll. Die Dänen sind vertrauensvoll und das System funktioniert gut. Das in Dänemark beliebte Bezahlen per Handy (mobilepay) kann von Ausländern leider nicht benutzt werden.


Ergänzung: Einkaufszentren und Supermärkte
Neben Märkten und kleinen Läden bieten Einkaufszentren wie das Kolding Storcenter oder das Bruuns Galleri in Aarhus eine große Auswahl an Mode- und Fachgeschäften. Für Markenschnäppchen ist das Ringsted Designer Outlet auf Seeland die bekannteste Adresse. Supermärkte wie Rema 1000 oder SuperBrugsen sind flächendeckend vertreten und haben meist bis in die Abendstunden geöffnet. Bioprodukte sind stark verbreitet. Über die App TooGoodToGo können übrig gebliebene Lebensmittel bei Bäckereien, Cafés oder Märkten zu reduzierten Preisen erworben werden.