Inhalt

Wir beraten Sie gern!0800 - 67 72 03 - 0

Sundeved - die Heimat der Waldbewohner

Die Region Sundeved (zu Deutsch Sundewitt) ist ein historisch gewachsener Landstrich, der sich im östlichen Teil von Südjütland befindet. Bereits im Erdbuch von König Valdemar im 13. Jahrhundert wurde Sundeved näher betrachtet; hierbei ging es vor allem um die Festlegung des Gebietes. Diese Einteilung ist auf Grund zahlreicher politischer Umstrukturierungen heute zwar nicht mehr gültig, aber dennoch geläufig: vom Alssund im Osten bis nach Dyrbæk und Alnor im Westen, von "Nørhav" bis nach Sønderhav und von Aabenraa bis hin zum Flensburg Fjord. Diese Einteilung wurde auch von der katholischen Kirche übernommen, solange diese im Königreich herrschte. Zudem galt Sundeved als größter Teil der Region Angeln.
Sundeved, die als Halbinsel betrachtete Landschaft zwischen Aabenraa Fjord und Flensburg Fjord, stellt sich als Teil der östlichen Hügellandschaft der Kimbrischen Halbinsel dar und weist eine typische Moränenlandschaft mit fruchtbaren Böden und vereinzelten Steilküsten auf. Die Region war bereits früh besiedelt, lange vor den Wikingern lebten hier Jäger und Sammler und gründeten die ersten Gemeinschaften. Welche Bedeutung der Name Sundeved hat, war lange Zeit nicht vollständig klar; erst ausgiebige Nachforschungen, auch unter Bezugnahme auf das Erdbuch König Valdemars, konnten Licht ins Dunkel bringen. Demnach setzt sich der Name aus "sundet" (zu Deutsch "Der Sund") und "ved", welches der altdänische Begriff für "skov" (zu Deutsch "Wald") ist, zusammen. Ausschlaggebend für die Namensfindung war also die Lage am Wasser und inmitten eines großen Waldgebiets, welches sich zu damaliger Zeit in dieser Region erstreckte - und wegen dem die Bewohner des Sundeved früher von den Westbewohnern als "de skovbo mænd" (zu Deutsch "die Waldbewohner") bezeichnet wurden.
Die historische Einteilung von Sundeved verblasste wie bereits erwähnt im Laufe der umkämpften Zeiten, tauchte aber zwei Jahre vor der dänischen Kommunalreform im Jahr 1970 erneut auf der politischen Landkarte auf. Der Grund lag in dem Zusammenschluss der Kirchspielgemeinden Nybøl Sogn, Satrup Sogn und Ullerup Sogn zur Sundeved Kommune. Diese wurde nach der nächsten Kommunalreform 2007 jedoch aufgeteilt: die westlichen Gemeinden gehören seitdem zur Aabenraa Kommune, während der größte Teil der Region der Sønderborg Kommune zugesprochen wurde. Trotz dieser Eingemeindung in zwei Kommunen erfreut sich Sundeved auch heute noch größter Beliebtheit, da die Landschaft ideal zum Erkunden ist und viele historische Plätze zum Entdecken einladen; hierbei liegt die größte Bekanntheit wohl bei der Dybbøl Banke (zu Deutsch Düppeler Höhen), da hier am 18. April 1864 die "Schlacht von Düppel" im zweiten Krieg um das Herzogtum Schleswig stattfand. 

Broager

Der für dänische Verhältnisse größere Ort Broager (auf Sønderjysk "Braue" genannt) liegt im Norden der Flensburger Förde und bietet Geschäfte für das tägliche Leben, ein Geldinstitut und eine Apotheke. Auch wird Broager von einer sehr reizvollen Landschaft umgeben, die auf zahlreichen Rad- und Wanderwegen erkundet werden kann. Die größte Sehenswürdigkeit des Ortes stellt die romanische weißgekalkte Kirche mit den Doppeltürmen dar. Darum rankt sich sogar eine Sage, die lautet, dass deshalb zwei Türme errichtet wurden, weil die Ehefrau des Bauherren ein männliches Zwillingspaar zur Welt brachte. Durch die erhöhte Lage stellt die Kirche eines der präsentesten Bauwerke an der Flensburger Förde dar und hält neben einer wertvollen Ausstattung auch die Figur des Sankt Georg als Drachentöter bereit. Auf dem Friedhof befinden sich zudem viele Gräber aus dem Jahr 1864, als der Deutsch-Dänische Krieg in dieser Region wütete.

Egernsund

Die Landschaft am Egernsund rund um Gråsten in der Flensburger Förde (ca. 25 km ab der deutschen Grenze) ist durch Wiesen, Felder und Wälder lieblich gestaltet. Die Flensburger Förde und das Gebiet um Sundehed, Vemmingbund und die Sønderborg-Bucht bieten sehr gute Angelmöglichkeiten an der Küste und in den Buchten sowie in speziellen Angelteichen. Aber es gibt auch zahlreiche Attraktionen, z.B. Planetarium, Löwenpark, Legoland, Museen, viele Wassermühlen, Schlösser sowie Grabkammern und Teile eines alten Heerweges, die zu Ausflügen in die Umgebung einladen.
Verschiedene Musikfestivals, Theateraufführungen und Konzerte runden das Angebot ab. Für sportliche Aktivitäten gibt es zudem die Möglichkeit zum Kanufahren, Tennisspielen, Wandern, Fahrradfahren, Reiten, Golfen und zum Surfen. Da dieses Gebiet außerdem kulturell sehr interessant ist, finden sich auch hier diverse Ausflugsziele wie Werkstätten, Galerien und historische Höfe.  

Nybøl

Nybøl ist vor allem durch seine Rolle im deutsch-dänischen Krieg bekannt, denn hier wurde am 28. Mai 1848 erbittert gegen die deutschen Truppen gefochten. Die dänische Armee war damals siegreich und Nybøl wurde zu einem kleinen Symbol der Freiheit im besetzten Südjütland. Heute ist das ruhige Örtchen ein beliebtes Ausflugsziel, um sich die Mühle im holländischen Stil aus dem 17. Jahrhundert und die Kirche aus dem Jahr 1150 anzugucken. Das Gotteshaus ist ein typisch romanischer weißgetünchter Natursteinbau, dessen mittelalterlicher Glockenturm nördlich steht und ebenfalls besichtigt werden kann.

Vemmingbund

Vemmingbund (zu deutsch: Wenningbund) präsentiert sich als gemütliches Örtchen und ist ein bekanntes Sommerhausgebiet. Die Siedlung liegt direkt an der Sønderborg Bucht, in der damals eine entscheidende Schlacht im Deutsch-Dänischen Krieg 1864 geführt wurde. Vemmingbund verfügt über ein Restaurant (das "Strand Kroen") und einige Kioske, an denen man sich mit dem Nötigsten versorgen kann. Zudem gibt es in dem größeren Ort Broager (ungefähr 3 km entfernt) und in Sønderborg (in ungefähr 8 km Entfernung) weitere Einkaufsmöglichkeiten.
Die idyllisch von Feldern und Wiesen geprägte Landschaft lädt zu ausgedehnten Wander- und Radtouren ein, zum Beispiel direkt an der Bucht entlang. Hierbei bietet sich auch der bekannte Gendarmstien an, der wohl schönste und historisch gewachsene Wanderweg Südjütlands. Auch der Wald Kobbelskoven lädt zum ausgiebigen Erkundungen ein, denn das stattliche Waldgebiet mit hohen Buchen hält so allerlei interessante Sehenswürdigkeiten längst vergangener Zeiten bereit. 
Vemmingbund selbst bietet einen der besten Badestrände in der Region Südjütland. Der kinderfreundliche Sandstrand wurde mit der blauen Flagge ausgezeichnet, ist breit angelegt und darf nicht mit dem Auto befahren werden, was das Badevergnügen noch zusätzlich steigert.

Interessante Städte:

Graasten lädt als lebendige Hafenstadt  zum Erkunden ein, es gibt ein vielfältiges Angebot an Geschäften und das Einkaufscenter "Ulsnæs Center". Schloss Graasten wird von der dänischen Königsfamilie als Sommerresidenz genutzt.

Attraktion:

Frøslev Plantage

Die Pflanzung Frøslev Plantage bei Padborg unweit der deutsch-dänischen Grenze ist gemeinsam mit dem Moor Frøslev Mose Jütlands südlichstes Naturgebiet. Hier finden sich Wälder aus Tannen, Eichen und Laubbäumen sowie Inlandsdünen und kleine Seen.
In der Pflanzung gibt es zwei 3 und 5 km lange gekennzeichnete Wanderrouten sowie eine Fahrradroute von 12 km Länge. In Ryttergab, dem nördlichen Teil der Plantage, gibt es einen Hundewald, in dem sich die Vierbeiner frei bewegen dürfen, ansonsten besteht Leinenpflicht. Am Kådnermose See gibt es einen Grillplatz und behindertengerechte öffentliche Toiletten sowie einen für Familien sehr interessanten Waldspielplatz. Auch der 1 km lange Trimm-dich-Pfad am Kongevej verspricht abwechslungsreiche Herausforderungen für Groß und Klein.
Im Wald- und Moorgebiet leben zudem zahlreiche Tierarten, vor allem am frühen Morgen und in der Dämmerung können Edel-, Dam- und Rehwild beobachtet werden und ab und zu ist auch ein Blick auf Dachse, Füchse und Hasen möglich. Die vielfältige Vogelwelt ist allgegenwärtig und auch Raubvögel wie Turmfalken, Raben, Habichte und Bussarde lassen sich beobachten.

Gråsten Slot

Das Gråsten Slot (zu Deutsch Schloss Gravenstein) müsste eigentlich mit "Schloss Grauenstein" übersetzt werden, allerdings war zu damaliger Zeit in diesem Gebiet die Besetzung des Herzogtums Schleswig vorherrschend und die Übersetzung entstammt noch aus dieser Zeit. Erbaut im barocken Stil im Zeitraum von 1700 bis 1708 für Carl von Ahlefeldt, den Statthalter der königlichen Landesteile in Schleswig und Holstein, brannte das eigentliche Gebäude im Jahr 1757 in großen Teilen nieder und wurde ein Jahr später in schlichterer Erscheinung wieder aufgebaut.
Mehrere Wochen im Jahr wird das Schloss von der königlichen Familie bewohnt und gilt sogar als Ferienresidenz dieser. Neben dem Schloss sind unter anderem die barocke Schlosskapelle aus dem Jahre 1699 und der ein Jahr später im Stil eines englischen Gartens angelegte Schlosspark äußerst sehenswert. Das Schloss samt Ländereien kann von April bis Oktober besichtigt werden, sofern sich die Königsfamilie nicht gerade dort aufhält. 

Sønderhav Wälder

Die Wälder bei Sønderhav an der Flensburger Förde nahe der deutsch-dänischen Grenze liegen entlang einer in der Eiszeit entstandenen Hügelkette. Das Terrain ist sehr abwechslungsreich von ebenem Gelände bis zu sanften Hügeln und teilweise tiefen Schluchten mit kleinen Bächen. Insgesamt ist die Fläche von etwa 200 Hektar Laub- und Nadelwald bedeckt.
Die Wälder sind die Heimat vieler Tiere wie Rehe, Füchse, Dachse und Waldvögel sowie Raben und Spechte. Der Bach Skelbækken ist einer der saubersten Bäche in Südjütland und führt zur Flensburger Förde. Da er zum Meer hin stark abfällt, erinnert er mit seinem schlängelnden Verlauf und kleinen Wasserfällen teilweise eher an einen Bergbach. Im Winter schwimmen Meerforellen den Bach vom Meer aus herauf, um dort zu laichen. 
In den Wäldern gibt es eine etwa 9 km lange gekennzeichnete Wanderroute, die aber auch an mehreren Stellen abgekürzt werden kann. Die Route kann außerdem mit dem an der Flensburger Förde entlangführenden Gendarmenpfad kombiniert werden. Die Waldwege sind im Allgemeinen auch mit Kinderwagen und Rollstühlen befahrbar, im südlichen Teil der Wälder ist das Gelände jedoch sehr hügelig.