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Entstanden aus dem Eis

Die Region Thy ist durch die Eiszeit von einer einzigartigen Natur geprägt worden. Weite Landstriche sind von der Küste und deren typischem Bewuchs gezeichnet, es gibt Dünenlandschaften, Heideflächen und ausgedehnte Waldgebiete samt Wiesen und Feldern.

Beim Teutatis! Also auf dänisch?

Heute sind sich viele Historiker darüber einig, dass diese Region wohl mit die erste Jütlands war, die besiedelt wurde und sogar als Siedlungsstätte der Teutonen gilt, einem germanischen Stamm, der später weiter nach Südeuropa zog. Erstmals offiziell erwähnt wurde Thy im „Erdbuch“ von König Waldemar im Jahr 1231. Dort wurde die Region Thiuthæ sysæl genannt, was übersetzt Thy-Syssel bedeutet. Thiuthæ leitet sich wiederum vom altnordischen Wort þjóð ab, was mit „Volk“ zu übersetzen ist.

Die Vergangenheit liegt nur einen Hügel entfernt

Bereits 4000 v.Chr. siedelten also die ersten Menschen in der Region Thy und hinterließen zahlreiche Relikte aus der Frühgeschichte und Steinzeit. Auch heute noch können vielerorts in Museen Jagd- und Handwerkserzeugnisse bewundert werden und das Megalith- und Grabhügelvorkommen in Thy ist schier unerschöpflich. Manchmal passiert es daher, dass man scheinbar auf einen einfachen Wiesenhügel steigt, dabei steht man bereits auf einem Stück Geschichte der ersten Bewohner Jütlands.  

Landschaft, Kunst und Kultur

Zudem hat die Region Thy so einiges zu bieten, wenn es um Unternehmungen geht. Da wäre zum einen die herrliche Natur, die man wunderbar mit dem Rad, zu Fuß und auch hoch zu Ross auf stundenlangen Touren erkunden kann, zum anderen lockt auch die Nordsee sowie der Limfjord mit diversen Wassersportaktivitäten wie Surfen, Segeln und Angeln. Wer sich kulturell über die Region informieren möchte, für den stehen unzählige Museen und Ausstellungen bereit und es gibt so allerlei kulinarische Anlaufstellen für leckere Mahlzeiten.

Malerische Dörfer und interessante Orte

Die größeren Orte wie Thisted, Hanstholm und Klitmøller warten mit einem regen Leben, Geschäften und Restaurants auf, sodass sich ein Ausflug hierhin definitiv anbietet. Die kleineren Orte wie das Fischerdorf Agger präsentieren sich hingegen noch in einer gemütlichen und traditionellen Art, die zum Entspannen und Entdecken historischer Plätze anbieten.

Agger

Der kleine Fischerort Agger liegt auf der breiten, unter Naturschutz stehenden Landzunge Tagger Ange zwischen Nordsee und Limfjord. Besonders bei Windsurfern ist dieses Gebiet sehr bekannt. Sauberes Meerwasser mit kinderfreundlichen Stränden, einem niedrigen Dünensaum und viel unberührter Natur laden zum Spazierengehen, Radfahren, Segeln, Golfen, Reiten und zum Surfen auf Nordsee und Limfjord ein.
Der Hafen von Agger ist für Segler und Angler interessant. In der Nähe, etwas weiter nördlich, liegt der Binnensee Flade Sø, in dem auch Süßwasserfische geangelt werden können.
Genießen Sie auch die Konzerte der gut erhaltenen Orgel in Vestervig oder lassen Sie sich durch das naheliegende, historische Dorf aus der Eisenzeit zu geschichtlichen Entdeckungen inspirieren. In 15 km Entfernung fährt regelmäßig die Fähre nach Thyborøn, welche die Landzunge Tagger Ange mit dem südlichen Ufer des Limfjordes verbindet. Erkunden Sie auch das Umland mit seinen zahlreichen, unterschiedlichen Attraktionen.

Klitmøller

Einst war der Küstenort Klitmøller ein kleines Fischerdorf, welches durch den regen Handel mit dem gerade einmal 110 Kilometer entfernten Norwegen schnell an Bekanntheit gewann. Natürlich war die Fischerei die Haupteinnahmequelle, aber auch Getreide und Nahrungsmittel sowie Holz wurden zwischen den skandinavischen Ländern exportiert.
Heute wird in Klitmøller zwar immer noch Fischerei betrieben, allerdings nur noch im Nebenerwerb. Viel mehr ist der beschauliche Ort durch seine optimalen Voraussetzungen zum Surfen in der heutigen Zeit bekannt, und das weit über den europäischen Kontinent hinaus. Seit den 1990er Jahren werden hier die dänischen Meisterschaften im Windsurfen ausgetragen und schon mehrmals fanden hier auch die Europameisterschaften statt. Unter Insidern ist Klitmøller daher auch als "Cold Hawaii" bekannt und äußerst beliebt.
Aber auch diejenigen, die sich nicht so sehr fürs Surfen begeistern können, haben in dem malerischen Küstenort genügend Möglichkeiten, einen schönen Urlaub zu verleben. Die Landschaft bietet mit Strand samt Dünengürtel, Dünenhafer und weiten Wiesenflächen viel Potential zum Entdecken zu Fuß, per Rad oder auch hoch zu Ross, es gibt nette Restaurants und Cafés und die Atmosphäre der Fischerkultur ist noch deutlich spürbar.

Hanstholm

Der Ort Hanstholm war früher nur ein kleines Fischerdorf, doch mit dem Bau des Hafens 1917 stieg seine Bedeutung. Auch ist Hanstholm auf Grund seiner geologischen Beschaffenheit von großem Interesse, denn der Untergrund der näheren Umgebung wird aus feinkörnigem, kreidezeitlichem Kalk gebildet, der in Kalkablagerungen des Danium übergeht. 
Heute ist Hanstholm der größte Konsumfischereihafen Dänemarks und bietet Fährverbindungen nach Norwegen, Island und zu den Faröern.
Der Küstenort verfügt über ein von April bis Oktober geöffnetes Museumszentrum, das sich mit Nordeuropas größter Verteidigungsanlage aus dem 2. Weltkrieg, der Batterie Hanstholm, beschäftigt. Dort findet sich ein 3000 Quadratmeter großer Museumsbunker, in dem während des Krieges 4 große Kanonen standen, mit denen die Einfahrt zum Skagerrak gesperrt wurde. Zudem gibt es im Museumszentrum eine Reihe von Ausstellungen über das Meer, die Küstenfischerei, den Hafen, das Rettungswesen und die Natur der Umgebung.
In Hanstholm befindet sich außerdem der 1843 errichtete und 1889 elektrifizierte am höchsten in Dänemark gelegene Leuchtturm. Er ist der Öffentlichkeit zugänglich und bietet mit seiner Höhe von 65 Metern eine gute Aussicht auf Nordsee und Skagerrak sowie über das weitläufige Hinterland.
Auch gibt es im Ort ein Feriencenter, welches mit subtropischem Badeland, Fitnesscenter, Beachvolleyball, Tennisplatz und vielem mehr für Spaß und Abwechslung sorgt. Diverse Geschäfte, Restaurants und Cafés laden zum Bummeln und Entspannen ein.
Der sich von Hanstholm im Westen bis nach Vigsø im Osten erstreckende Hanstholmen ist der nördlichste Höhenrücken Jütlands. An den Abhängen westlich des Leuchtturms beginnt der gekennzeichnete Wanderweg entlang des Hanstholmens durch die in den 1950ern angelegte Pflanzung Hanstholmen Byplantage mit ihrer stark vom Wind geprägten Landschaft aus Kiefern und dänischen Laubbäumen.
In der Hanstholmen Byplantage befindet sich außerdem ein Naturspielplatz, der besonders für Familien mit Kindern immer ein beliebter Anlaufplatz ist. Der Weg geht weiter entlang des alten Küstenabhangs mit einer Schleife durch die während des 2. Weltkriegs entstandene Pflanzung Vigsø Plantage, von deren Hängen man einen tollen Ausblick auf den Sund hat, der wärend der Steinzeit die Nordsee mit dem Limfjord verband.
Die Pfade sind – je nach Wegabschnitt - mit roten bzw. grünen Pfählen gekennzeichnet. Der Weg von der Hanstholm Byplantage bis nach Vigsø hat eine Länge von etwa 7km und zusammen mit der Schleife durch die Vigsø Plantage sind es sogar 12km, sodass besonders wanderbegeisterte Urlauber in diesem Gebiet voll auf ihre Kosten kommen.

Nørre Vorupør

Nørre Vorupør war einst ein kleines Fischerdorf, welches im Jahr 1801 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Damals war der Fischertrag zwar groß, aber dennoch waren Trunksucht und Armut weit verbreitet. Viele Fischer mussten ihre Kinder an die Bauern im Landesinneren als Helfer entsenden, denn Norwegen und Schweden fingen einen großen Teil des Fischbestandes ab. Der Name setzt sich übrigens aus mehreren Bestandteilen zusammen. Vorup leitet sich vom altdänischen "wara" ab, was so viel wie Gemarkung bedeutet, thorp kommt aus dem gleichen sprachlichen Zeitalter und bedeutet Dorf, und die Endung -ør bezeichnet einen steinigen Strand.
Nørre Vorupør stellt heute einen der letzten Orte in Dänemark dar, an dem die Fischer ihre Kutter jeden Tag auf den Strand ziehen, auch wenn die Fischerei stetig an Bedeutung verliert. Direkt vom "Pram", wie hier Kutter und Kähne genannt werden, können Krabben, Hummer und andere frische Meeresfische gekauft werden. Im Städtchen selbst gibt es viele abwechslungsreiche Geschäfte, die während des gesamten Jahres geöffnet sind.
Die kinderfreundlichen Strände mit dem sauberen Meerwasser, die unberührte Natur und die großen Wälder in der Umgebung laden zum Spazierengehen, Radfahren, Surfen (sowohl auf der Nordsee als auch auf dem Limfjord), Segeln, Golfen und Reiten ein. Und von den langen Molen aus lässt es sich hervorragend angeln. 

Thisted

Im Gegensatz zu Hanstholm ist Thisted eine alte Kulturstadt. Mitten in der Stadt liegt das alte Rathaus. Im Museum von Thisted befindet sich eine große Sammlung aus der Bronzezeit. Das Kirchenschiff der Kirche ist besonders sehenswert. Besonders im Sommer gibt es zahlreiche kulturelle Veranstaltungen für die ganze Familie.

Attraktionen

Ferienpark Hanstholm

Der Ferienpark Hanstholm gehört zu den geschätztesten und berühmtesten Ferienparks in ganz Dänemark.
Seinen guten Ruf verdankt der Ferienpark Hanstholm seiner guten Ausstattung und dem umfangreichen Angebot für seine Gäste. Neben vielfältigen sportlichen Betätigungsmöglichkeiten, wie z.B. einem 9-Loch Golfplatz, Beachvolleyball- und Tennisplatz, Ponyreiten sowie einer echten Motocrossanlage, gibt es ein Restaurant und einen Kinderclub, welcher sich großer Beliebtheit erfreut. Darüber hinaus kann man sich, je nach Lust und Laune, im subtropischen Badeland austoben oder entspannen.
Zum Ferienpark gehört ebenfalls Dänemarks flächengrößter Campingplatz, dieser grenzt direkt an den Nationalpark Thy.

Dünenpflanzungen Vandet Sø

In der unmittelbaren Umgebung von Klitmøller gibt es mehrere Dünenpflanzungen rund um die Seen Vandet Sø und Nors Sø. Die beiden Seen gehören zu den saubersten in ganz Dänemark und verfügen über viele schöne Badestellen. Man kann übrigens beim Forstamt von Thy und den umliegenden Touristenbüros Tageslizenzen zum Angeln an den Seeufern kaufen.

MuseumsCenter Hanstholm

Das Museumscenter in Hanstholm befasst sich umfangreich mit der Zeit des 2. Weltkriegs, jedoch ist nicht nur Krieg das Thema der Ausstellungen dort.
Sie finden dort auch Ausstellungen zur Geschichte und Entwicklung der Region in den letzten 800 Jahren, den Kirchen und dem Hafen.
Zu dem Gelände des Freilichtmuseum gehört außerdem ein Teil einer ehemals deutschen Befestigungsanlage aus dem 2. Weltkrieg, welche ein Areal von 9 km² mit ca. 800 Bunkern umfasst. Neben einem unterirdischen Museum in einem ehemaligen Kanonenbunker befindet sich in einem schicken Neubau eine Ausstellung mit dem Thema „Atlantikwall“.
Für das leibliche Wohl wird in einem schicken Café gesorgt.

Tvorup Klitplantage

Die südlich von Klitmøller gelegenen Tvorup Klitplantage ist eine der ältesten Küstenschutzpflanzungen Dänemarks und weist bis zu 200 Jahre alte Bäume auf.
Die Pflanzung wird im Westen von den Nordseedünen  und im Norden und Süden durch die Heidegebiete Vangså Klithede und Ålvand Klithede begrenzt. Im Osten liegen landwirtschaftlich genutzte Flächen und der ausgetrocknete See Sjørring Sø.
In der Tvorup Klitplantage gibt es insgesamt 7 gekennzeichnete Wanderwege von 0,9 bis 5km Länge. Besonders interessant für mobilitätsbeschränkte Personen ist dabei die gelbe Route, die am Boligvej Parkplatz beginnt, da sie speziell für Rollstuhlfahrer angelegt wurde. Dort befindet sich außerdem ein Lagerfeuerplatz mit Grillmöglichkeit, sogar für Feuerholz in einem Verschlag ist bereits gesorgt. Eine Wasserstelle und eine Toilette sind ebenfalls vorhanden.
An warmen Sommertagen lädt der Bach Bøgsted Rende zum Baden ein; der Dünensee Tvorup Hul steht jedoch aufgrund seiner Vielfalt an seltenen Pflanzen unter Naturschutz. Die Heidegebiete stehen ebenfalls unter Naturschutz und aus Rücksicht auf die dort brütenden Vögel darf die Ålvand Klithede in der Zeit vom 1. April bis 15. Juli nicht betreten werden. Die vom Zutritt beschränkten Gebiete werden durch Schilder gekennzeichnet.

Tved Klitplantage

Vor 4000 Jahren war Thy eine Halbinsel, aber seitdem hat sich das Land gehoben, was zu einer Austrocknung des Meeresbodens führte. Der Sand blieb zurück und wurde vielerorts über die Landschaft geweht und hat jahrhundertelang vor allem auf den Feldern der Bauern verheerende Schäden ausgelöst. Schon im 16. Jahrhundert begann man mit den ersten Versuchen, das Sandtreiben aufzuhalten, aber die Zähmung der Wanderdünen gelang erst um 1900 herum. Die Anlage der Tved Klitplantage spielte dabei eine wichtige Rolle, denn zu diesem Zeitpunkt war der Sand bereits an vielen Stellen über 10km ins Landesinnere eingedrungen.
Der Name des Ortes Tved kommt aus dem Altdänischen und bedeutet Rodung, was darauf schließen lässt, dass die Landschaft vor dieser Rodung sehr bewaldet gewesen sein muss. 1902 begann man mit der Bepflanzung dieses Dünengebiets und heute bedeckt die Pflanzung ein Gebiet von etwa 1500 Hektar. Der Wald aus Bergkiefern, Nadel- und Laubbäumen beherbergt u.a. Rehe und Edelhirsche und ist auch Raststätte vieler Zugvögel.
Es gibt 3 Wanderrouten von 3 bis 6km Länge im Gebiet der Pflanzung, der hügelige und sandige Untergrund kann einen Spaziergang mit Kinderwagen und Rollstühlen jedoch schwierig gestalten.
Tved verfügt zudem über eine alte romanische Kirche, deren genaues Alter leider unbekannt ist. 1980 wurden bei Reparaturarbeiten Fresken aus den Jahren 1100-1500 gefunden; das größte von ihnen stellt den Garten Eden in Tved dar. Familien mit Kindern machen anschließend gerne einen Abstecher zum nahegelegenen Waldspielplatz, der nur 250m südlich von der Kirche gelegen ist.