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Die Entstehung des Ortes - und des Namens

Erstmals schriftlich erwähnt wurde die heutige Hauptstadt Nordjütlands im Jahr 1040. Damals tauchte der Name „Alabu“ auf einer Münze geprägt auf, der sich von dem altdänischen Wort áll ableitete (áll bedeutet soviel wie „kleiner Strom“). Über die heutige Schreibweise, ob nun mit Aa oder Å geschrieben, scheiden sich die Geister – seit der dänischen Rechtschreibreform 1948 wurde die Schreibweise mit Aa eigentlich abgelegt; jedoch darf die Kommune seit 1984 selber entscheiden, wie die Stadt geschrieben werden soll.

Wer hat's erfunden? Diesmal nicht die Wikinger

Aalborg kann auf eine lange und interessante Geschichte zurückblicken. Diese beginnt nicht erst in der Wikingerzeit, denn das Gebiet wurde bereits lange vorher bewohnt. Da sich der Ort als günstige Stelle zum Übersetzen über den Limfjord erwies, siedelten dort bereits in der Eisenzeit Fischer und Händler. Dies belegen diverse Funde, wie zum Beispiel das „Frauengrab von Sønderholm” und die "Lindholm Høje".

Warum nicht einfach von beiden Seiten?

Zwischen 700 und 800 n.Chr. fand schließlich die stetige Bebauung des heutigen Aalborg statt. Durch die direkte Lage an einer Flussmündung des Limfjords war der Ort ideal für Handel und Fischerei geeignet. Das Interessante an der Bebauung Aalborgs ist wahrscheinlich die Vorgehensweise. Denn sowohl auf der einen Seite der Mündung als auch auf der anderen Seite wurde beinahe zeitgleich unabhängig voneinander angefangen zu siedeln; so wurde auch auf jeder Seite eine eigene Kirche um die Zeit 1000 errichtet, die noch heute zu bewundern sind.

Der Salzhering: Exportschlager im Mittelalter

Ab dem Mittelalter erblühte Aalborg als eine der größten Städte Dänemarks, da der Ort im Jahr 1342 das Handelsstadtrecht und im Jahr 1516 sogar die Monopolrechte für gesalzenen Hering erhielt. Besonders die Handelsverbindungen zu England, Westschweden und Norwegen waren für Aalborg sehr wichtig und trugen deutlich zum Wohlstand der Stadt bei. Dadurch wuchs die Population exponentiell an und der Ort wurde schnell im ganzen Land bekannt.

Darf's ein wenig Renaissance sein?

In der Zeit des Salzheringhandels nahmen viele Kaufleute eine stattliche Summe Geld ein, was sich natürlich auch in ihrem Wohnambiente niederschlug. Der Kaufmann Jens Bang ließ sich daher in der Blüte seines Wohlstandes ein prächtiges Steinhaus mit 5 Stockwerken erbauen, welches noch heute als das größte Haus im Renaissance-Stil in ganz Dänemark gilt. Ein Besuch ist dieses eindrucksvolle Gebäude auf jeden Fall auch heute noch wert.

Kunst, Kultur und Bildungsauftrag

Heutzutage präsentiert sich Aalborg immer noch als äußerst weltoffen, vielfältig und mit allerlei Kunst- und Kulturangeboten. Zudem nimmt die Stadt seinen Bildungsauftrag sehr ernst, ist daher heute auch als Universitätsstadt sehr bekannt und besitzt mit 20.000 Studenten die größte Lehranstalt im Lande.

Die Stadt der glücklichen Menschen

Im Jahr 2013 wurde eine repräsentative Umfrage durchgeführt, bei der herauskam, dass die Bewohner Aalborgs diejenigen in ganz Europa darstellen, die am zufriedensten mit ihrer Stadt sind. Und der Tourismus ist natürlich etwas, womit sich Aalborg eine gute Einnahmequelle geschaffen hat – besonders die Norweger und Schweden nutzen die Stadt gerne einmal für einen Wochenend-Trip.

Volkstümlichkeit im Wandel der Moderne

Zahlreiche Geschäfte, Cafés und Kultureinrichtungen machen einen Ausflug in die größte Stadt des Himmerlandes zu einem unvergesslichen Erlebnis. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören außerdem das Aalborgschloss, das Heiliggeistkloster und das Historische Museum. In dem Museum finden sich mehr als 100.000 archäologische Exponate und interessante Informationen zur Kulturgeschichte der Region.
Auch ist das Utzon Center wohl ein sehr repräsentatives Gebäude für den modernen Wandel dieser volkstümlichen Stadt; denn dass der dänische Architekt Jørn Utzon extra seine Geburtsstätte für die Errichtungs seines letzten Werkes auswählte, zeigte wohl seine Zuversicht für die Zukunft dieser schönen Stadt. Hier lässt es sich im "Smørrebrød Restaurant" übrigens auch wunderbar speisen und die Aussicht genießen.
Die dennoch überschaubare Größe und die idyllische Umgebung lassen viel Raum für Erholung und Entspannung. Das städtische Leben sollte man in der "Jomfru Ane Gade" auf sich wirken lassen. Einen guten Überblick über die Stadt erhält man zudem vom Turm Aalborgtårnet.

Nørresundby - Aalborgs berühmter Stadtteil

Nørresundby ist seit der Kommunalreform von 1970 ein Stadtteil von Aalborg, der auf der nördlichen Seite des Limfjordes in Vendsyssel liegt. Vorher war der Ort mit rund 21.000 Einwohnern eine selbständige Stadt. Der Ort hieß ursprünglich Sundby („Ort am Sund”). Mit der Vorsilbe Nørre- („Nord-”) sollte Nørresundby von Øster Sundby („Ost-Sundby”) auf der anderen Seite des Limfjordes unterschieden werden.
Brandgräber und Steinsetzungen auf der „Lindholm-Höhe” (Lindholm Høje) lassen auf eine Besiedlung bereits seit der Wikingerzeit schließen. Anfang des 13. Jahrhunderts verschenkte Waldemar II. Sundby an das Kloster Vitskøl. Zum Kloster gehörte eine Kirche, die erstmals 1219 erwähnt wurde und heute als Nørresundby Kirke bekannt ist. Das Gebäude weist auf die Bedeutung hin, die der Ort als Überfahrtsstelle zwischen Vendsyssel und Aalborg hatte. Zu der Zeit lebte die Bevölkerung von Ackerbau und Fischerei im Limfjord.
Im Laufe der Geschichte wurde Sundby stets als der „kleine Bruder” von Aalborg betrachtet. Als der Ort beispielsweise 1591 die Erlaubnis erhielt, zwei Fähren über den Limfjord zu betreiben, bekam Aalborg das Recht, vier Fähren am Laufen zu halten. Der Fährverkehr spielte besonders im 16. und 17. Jahrhundert eine wichtige Rolle. Teilweise wurde beim Fähranleger unerlaubter Handel betrieben und in dessen Umgebung entstanden illegale Kneipen, weshalb Sundby den Aalborgern ein Dorn im Auge war. Das Unbehagen nahm mit dem illegalem Handel im 18. Jahrhundert noch zu.
1772 erhielt ein Fabrikant das Privileg, eine Pfeifenfabrik in Nørresundby zu errichten. 1825 bekam Nørresundby, wie der Ort jetzt hieß, die Erlaubnis, mehrmals im Jahr Märkte abzuhalten, wodurch der Ort ein beträchtliches Wachstum erfuhr. Neue Fabriken wurden gegründet und bessere Straßenanbindungen verstärkten die industrielle Entwicklung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Ab 1865 ersetzte eine Pontenbrücke den Fährverkehr über den Sund. Mit der Gewerbeordnung von 1857 wurde der Ort ein legaler Handelsplatz. Ab 1871 führte die Bahnlinie Vendsysselbanen von Hjørring nach Nørresundby und von dort ab 1879 über eine feste Eisenbahnbrücke nach Aalborg. Zudem wurde 1874 der Hafen modernisiert und später mehrmals erweitert. Nørresundby bewahrte damit seine Position als wichtiger Verkehrsknotenpunkt von und nach Vendsyssel. Ab dem Jahr 1900 durfte sich Nørresundby schließlich Købstad (Stadt mit Marktrechten) nennen.
Die Sundbysamlingerne befinden sich im denkmalgeschützten Hof Bryggergården von 1791 in der Gammel Østergade. Dort werden Gemälde und Möbel aus der Geschichte des Ortes aufbewahrt. Das Museum hat auch eine Sammlung von Tonpfeifen aus der J.A. Rømers Fabrik.

Attraktionen

Aalborg Zoo

Der Aalborg Zoo ist ein 8,5 Hektar großer Tierpark mit über 1200 Tieren, die sich auf ca. 130 Arten verteilen. Nirgends anders in  Dänemark kann man so große landlebenden Tiere bestaunen wie hier. Neben riesigen afrikanischen Elefanten werden auch menschengroße Orang Utans und andere Affenarten gehalten. Zum Publikumsliebling gehören die verspielten Eisbären, welche in ihrem "Grönländischen Fjord-Gehege" immer für spannende Unterhaltung sorgen.
Man kann im Aalborg Zoo auch mit den größten Raubkatzen der Erde Bekanntschaft machen. Löwen, Tiger und Leoparden können bei der Jagd beobachtet werden und Krokodilen kann man beim schwimmen zuschauen.
Im ganzen Zoo wird viel Wert auf hohen Kundenservice gelegt. So wird unter Anderem dafür gesorgt, dass alle Kunden, ob jung, alt oder körperlich benachteiligt, sich frei und ohne Einschränkungen im Park umher bewegen können.

Lindholm Høje

Mehrere hundert Steingräber markieren Brandgräber aus der jüngeren Eisenzeit und Wikingerzeit.
Im angeschlossenen Museum wird das Leben der Wikinger dargestellt sowie eine Ausstellung über das Altertum am Limfjord präsentiert.

Das geheime Theater

Hier werden nicht nur Stücke verschiedenster Genres aufgeführt, sondern es kommt auch oft vor, dass das Publikum in die Handlung mit einbezogen wird. Die Vorstellungen beschränken sich nicht immer auf die Bühne. Es gab schon Vorstellungen, während derer das Publikum durch Aalborg und seine Vergangenheit geführt wurde und auf dieser Reise Szenen aus vergangenen Jahrhunderten zu sehen bekam.

Nordjütländisches Kunstmuseum

Der Michelin-Reiseführer lobt das Museum als eines "der schönsten Kunstmuseen" Dänemarks. Das Gebäude steht inmitten eines Parks und lässt die Kunstwerke durch natürliches Licht besonders lebendig erscheinen. Schwerpunkte setzen Werke der Gruppe Cobra, surrealistische und neo-dadaistische Werke.